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Hands of Comfort NGO in Salem-Tamilnadu Indien Hilfe für HIV Kinder,Lepra Kranke und Kindergefängnisse. Beistand für AIDS Sterbende Kontrolle bei Familien mit Aids Supporting für Waisenkinder
Informationen über die Krankheit
Indien auf Platz Zwei der HIV-Rangliste von Peer Bruch
Nur in Südafrika gibt es mehr HIV-Infektionen als in Indien, aber Peter Piot, Vorsitzender der UNAIDS,
ist sich sicher, dass Indien innerhalb kürzester Zeit die weltweite Spitzenposition einnehmen wird. Gemessen an einer Bevölkerung von nahezu einer Milliarde Menschen ist die Rate von 0,5 Prozent zwar
noch niedrig, aber die Zahl der Neuinfektionen wächst stetig. Betroffen sind vor allem die ärmsten
Bevölkerungsschichten. Aufklärungs- und Hilfsprogramme sind häufig nur mit geringen finanziellen
Mitteln ausgestattet und stoßen auf regen Widerstand: AIDS gilt in Indien generell als
gesellschaftliches Stigma.
Rapides Anst
HIV ist in Indien außer Kontrolle. Diese Diagnose stammt vom verantwortlichen Direktor des Global
Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria, Richard Feachem. Laut Feachem breitet sich die Epidemie
in Indien rasch aus. Es würde nichts unternommen, um sie zu stoppen. Nach Angaben des Experten hat
Indien Südafrika als das Land mit den meisten Aidskranken oder HIV-positiven Patienten überholt. Die
Epidemie habe sich so rasch ausgebreitet, dass Indien "aufwachen" und das Problem ernst nehmen
müsse. Anderenfalls würden Mio. Menschen sterben. Die offiziellen Statistiken zeigten Südafrika an
erster Stelle. Diese Statistiken seien jedoch falsch.
Die letzten von UNAids im Juli 2004 veröffentlichten Zahlen gingen in Südafrika von 5,3 Mio. infizierten
Erwachsenen und Kindern mit einem Spielraum Die immer gravierenderen Folgen von AIDS für Frauen
25 Jahre nach Ausbruch der HIV/AIDS-Pandemie hält die weltweite Antwort auf die Krankheit nach wie vor nicht
mit ihrer Ausbreitung Schritt. Nach aktuellen Angaben des Joint United Nations Programme on HIV/AIDS
(UNAIDS) leben derzeit schätzungsweise 38,6 Millionen Menschen weltweit mit HIV und die Infektionsraten von
Frauen sind in fast jeder Weltregion gestiegen. Im Jahr 2005 waren weltweit 48 Prozent aller HIV-infizierten
Erwachsenen Frauen, in Afrika südlich der Sahara waren es 59 Prozent.1 In der Altersgruppe der 15- bis 24jährigen
sind in dieser Region die Unterschiede der Infektionsraten sogar noch dramatischer: Es gibt dreimal mehr HIVinfizierte
junge Frauen als gleichaltrige Männer.2
Frauen und Mädchen haben eine erhöhte biologische Anfälligkeit für HIV-Infektionen. Zusammen mit sozialer und
wirtschaftlicher Benachteiligung schürt dies gerade in armen Ländern die Epidemie. Fest verwurzelte Geschlechternormen
und Chancenungleichheit führen zu ungleicher Macht in Beziehungen. Das beeinträchtigt die Möglichkeit von
Frauen, in sexuellen Beziehungen oder beim Gebrauch von Kondomen gleichwertig mitzubestimmen. Armut und die
Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Unterstützung durch Männer schränken die Möglichkeiten von Frauen, sich
selbst zu schützen, ebenfalls ein. Manche Frauen zwingt dies, für ihr Überleben sexuelle Leistungen gegen materielle
Güter anzubieten. Auch kulturelle Normen, die Frauen vom Wissen über Sexualität ausschließen, und die Androhung
von Gewalt oder des Verlusts
wirtschaftlicher Unterstützung
können Frauen daran hindern,
mit ihrem Partner über AIDSPrävention
zu sprechen. Neben
den Folgen der Krankheit für
HIV-positive Frauen selbst fällt
auch die Pflege von AIDS-Kranken
und AIDS-Waisen gewöhnlich
auf Frauen und Mädchen
zurück. Von HIV betroffene
Frauen und Familien verarmen
immer weiter, wodurch ihre
Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
zunimmt. Zudem sehen
sich Frauen, die entweder selbst
mit HIV infiziert oder indirekt
davon betroffen sind, oft mit
Stigmatisierung und Diskriminierung
konfrontiert, die mitunter zu
Ausgrenzung, Missbrauch und
Verarmung führen. Die Folgen von AIDS für Frauen und Mädchen3
Weltweit leben 17,3 Millionen Frauen über 15 Jahren mit HIV
76% aller HIV-positiven Frauen leben in Afrika südlich der Sahara
74% aller HIV-infizierten Jugendlichen in Afrika südlich der Sahara sind Frauen
Die Zahl der infizierten Frauen in Südostasien, Osteuropa, den USA und
Lateinamerika steigt
2005 erhielten in armen und weniger wohlhabenden Ländern nur 10 Prozent
aller Frauen eine antiretrovitale Behandlung zur Vorbeugung einer HIV-Übertragung
auf Neugeborene
Frauen brauchen eine Auswahl an Präventionsmöglichkeiten und -konzepten
Angesichts des komplizierten Geflechts aus physiologischen und sozioökonomischen Faktoren, welche die
Infektionsanfälligkeit von Frauen erhöhen, ist für eine umfassende Reaktion auf HIV/AIDS heute die Ausdehnung
und Stärkung einer Reihe von Präventionsansätzen erforderlich. Mögliche Ansatzpunkte sind: Zugang zu Aufklärung
über die Themen HIV sowie Familienplanung und Sexualität, besonders für junge Menschen; Anstrengungen
zur positiven Veränderung von Geschlechternormen und zum Kampf gegen sexuelle Nötigung und Gewalt;
Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu und der Verfügbarkeit von Kondomen für Männer und weibliche
Kondome; Förderung von Treue und Abstinenz, wo dies möglich ist; besserer Zugang zu freiwilliger HIV-Beratung
und Tests mit Überweisung an geeignete Behandlung, Pflege und Betreuung sowie Programme zur Prävention der
Mutter-zu-Kind-Übertragung.
Die derzeit vorhandenen Konzepte für die HIV-Prävention sind allerdings unzureichend. Notwendig sind neue und
bessere Mittel zur langfristigen Prävention – insbesondere Methoden, die Frauen selbst initiieren oder steuern können.
Derzeit in der Entwicklung befindliche Impfstoffe und Mikrobizide sind viel versprechende Technologien.
Mikrobizide, die Frauen zur Vorbeugung gegen HIV-Infektionen beim Geschlechtsverkehr verwenden können,
könnten Frauen mehr Kontrolle und die Möglichkeit geben, sich selbst zu schützen. Ein wirksamer AIDS-Impfstoff
wäre eine langfristige Lösung für die Epidemie. Frauen könnten einen Impfstoff mit oder ohne Wissen Ihres
Partners verwenden. Heranwachsende Mädchen, die besonders durch Infektionen gefährdet sind, könnten vor
Einsetzen der Pubertät und der Aufnahme sexueller Aktivitäten oder anderer sehr riskanter Verhaltensweisen
geimpft werden.
Impfstoffe oder Mikrobizide wären wichtige eigenständige Optionen, oder könnten zur Steigerung ihrer Wirksamkeit
mit anderen neuen Methoden zur HIV-Prävention (wie mechanische Barrieren) oder vorhandenen Technologien
(wie dem weiblichen Kondom, dem Femidom) kombiniert werden. Gemeinsam bieten diese Instrumente eine
Palette an Wahlmöglichkeiten, die Frauen und Mädchen je nach ihren Bedürfnissen und Vorlieben zur Verfügung
stehen sollten. Durch ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit ihres
Einsatzes, und somit würden die HIV-Infektionsraten sinken.
Die weltweite Suche nach einem AIDS-Impfstoff
Wissenschaftler sind heute der Überzeugung, dass ein AIDS-Impfstoff möglich ist. Im Juni 2006 gab es mehr als 30
laufende klinische Studien über mögliche Kandidaten für einen präventiven AIDS-Impfstoff in rund zwei dutzend
Ländern weltweit.4 Zur Unterstützung der Forschung und Entwicklung bei der Suche nach einem Impfstoff sind
eine nachhaltige, strategisch ausgerichtete Finanzierung und der politische Wille unerlässlich.
Die Mittel für Forschung und Entwicklung sind von ca. 535 Mio. US$ im Jahr 2002 auf 759 Mio. US$ im Jahr
2005 gestiegen.5 Wissenschaftliche Konsortien unter Beteiligung führender HIV-Forscher nehmen sich jetzt der
dringlichsten Fragen an. Allerdings sind die Anstrengungen der Herausforderung nach wie vor nicht angemessen.
In den vergangenen 30 Jahren ist es uns ohne Beteiligung der Privatwirtschaft nicht gelungen, einen lizenzierten
Impfstoff zu entwickeln, und das Engagement der Industrie in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen war
bislang minimal. Derzeit tragen Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen weniger als 10% zu den gesamten Forschungs-
und Entwicklungsinvestitionen für präventive AIDS-Impfstoffe bei.
Fazit
Impfstoffe und Mikrobizide versprechen, mit zu den wirksamsten Instrumenten für Gesundheit und Gerechtigkeit
weltweit zu gehören. Aus diesem Grund muss die internationale Gemeinschaft dafür Sorge tragen, dass die
Forschung und Entwicklung von AIDS-Impfstoffen und Mikrobiziden Eingang in umfassendere Initiativen auf den
Gebieten HIV/AIDS, Entwicklungspolitik und Armutsbekämpfung finden.
Eine Beschleunigung der Forschung nach Impfstoffen und Mikrobiziden muss zu den vorrangigen Aufgaben im
Bereich der Weltgesundheitsthemen, und vor allem der Frauengesundheitsthemen, gehören. Frauenrechtlerinnen,
Politikerinnen und Politiker, Forscherinnen und Forscher, Entwicklungsorganisationen und alle anderen, die sich
für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Frauen in aller Welt engagieren, sollten sich für die Forschung
nach AIDS-Impfstoffen einsetzen, sich aktiv an der Impfstoffentwicklung beteiligen und damit helfen, den zukünftigen
Zugang von Frauen zu lebenswichtiger Technologie für die AIDS-Prävention zu gewährleisten.
Die International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die
Entwicklung sicherer, wirksamer, zugänglicher, präventiver HIV-Impfstoffe weltweit zu gewährleisten. IAVI wurde 1996
gegründet und ist in 23 Ländern tätig. Ihr Mitarbeiternetz erforscht und entwickelt Impfstoffkandidaten. Zu den finanziellen
und materiellen Unterstützern der IAVI gehören die Alfred P. Sloan Foundation, die Bill & Melinda Gates
Foundation, der New York Community Trust, die Rockefeller Foundation und die Starr Foundation, die Regierungen des
Baskenlandes, von Kanada, Dänemark, der Europäischen Union, Irland, der Niederlande, Norwegen, Schweden,
Großbritannien und der Vereinigten Staaten; multilaterale Organisationen wie die Weltbank; Unternehmen wie BD
(Becton, Dickinson & Co.), Continental Airlines, DHL, Merck & Co. Inc. und Pfizer Inc.; führende AIDS-Hilfeorganisationen
wie Broadway Cares/Equity Fights AIDS, Crusaid, die deutsche AIDS-Stiftung und Until There’s A Cure
Foundation; andere private Spender wie Haas Charitable Trusts sowie viele großzügige Privatleute in aller Welt. Weitere
Informationen erhalten Sie unter www.iavi.org.
1UNAIDS, 2006 Report on the Global AIDS Epidemic, 30. Mai 2006, erhältlich unter
http://www.unaids.org/en/HIV_data/2006GlobalReport/default.asp.
2UNAIDS, The Female AIDS Epidemic: 2005 Statistics (Genf: UNAIDS, November 2005).
3UNAIDS, 2006.
4International AIDS Vaccine Initiative, IAVI Database of AIDS Vaccines in Human Trials, Juni 2006, erhältlich unter
http://www.iavireport.org/trialsdb/.
5HIV Vaccines and Microbicides Resource Tracking Working Group, Adding It All Up: Funding for HIV Vaccine and Microbicide
Development, 2000-2006 (New York: IAVI, August 2006).
http://www.aids-stiftung.de/fileadmin/redaktion/pdfs/IAVI%20-%20Frauen%20und%20AIDS-Impfstoff.pdf
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